Zusatzheizung

Infrarotheizung-Stromkosten-Rechner

Infrarotheizungen werden oft als punktuelle oder raumweise Zusatzheizung genutzt: Wand- oder Deckenpaneele, Standstrahler oder mobile Geräte mit unterschiedlicher Nennleistung. Die gefühlte Wärme kann bei gleicher Raumlufttemperatur höher sein als bei Konvektoren, dennoch gilt für den Strom: kWh = Leistung × Zeit × mittlere Auslastung. Im Schnellmodus trägst du Nennleistung, durchschnittliche tägliche Laufzeit, Nutzungstage im Monat, Strompreis und Anzahl der Geräte ein. Im Expertenmodus ergänzt du Taktung (Thermostat), Standby, Messwerte in kWh, Wochenende, Nutzungsmonate pro Jahr (z. B. nur Heizsaison), Preissteigerung, ein Vergleichsgerät (z. B. Heizlüfter) und optional CO₂.

Alle Ergebnisse sind unverbindliche Schätzwerte und können je nach Gerät, Nutzung, Region und Anbieter abweichen.

Eingaben

Trage deine Werte ein. Das Ergebnis wird sofort aktualisiert.

Erweiterte Angaben anzeigen Mit zusätzlichen Angaben kannst du die Schätzung genauer machen.

Du kannst das Ergebnis über die Druckfunktion deines Browsers als PDF speichern.

Wann ist dieser Rechner sinnvoll?

Der Infrarotheizung-Stromkosten-Rechner ist sinnvoll, wenn du vor dem Kauf oder beim Betrieb eine belastbare erste Orientierung brauchst: Zusatzheizung im Bad, Arbeitsplatz, Hobbyraum oder gezielte Raumbeheizung. Der Schnellmodus liefert sofort nutzbare Werte, der Expertenmodus Tiefe für Thermostat, Heizsaison und Messdaten – ohne die Seite wie ein Mini-Tool wirken zu lassen.

So funktioniert der Schnellmodus

Oben trägst du Nennleistung in Watt, durchschnittliche tägliche Laufzeit, Nutzungstage pro Monat, Strompreis in €/kWh (Komma erlaubt) und die Anzahl gleicher Geräte oder Paneele ein. Das Ergebnis aktualisiert sich sofort. Unter dem Ergebnis siehst du die Annahmen und den Szenariovergleich.

So funktioniert der Expertenmodus

Unter „Erweiterte Angaben“ wählst du zwischen Watt- und Messwert-Modus, setzt Taktung und Standby, Wochenendfaktor, Nutzungsmonate pro Jahr (wichtig für reine Heizsaison), optionale Preissteigerung, ein Vergleichsgerät mit anderer Leistung und optional CO₂. Die Logik entspricht dem Stromverbrauchsrechner, damit Thermostatbetrieb und saisonale Nutzung abbildbar sind.

Typische Fehler bei der Einschätzung

Nennleistung mit Dauer-Vollast verwechseln, Thermostat ignorieren, nur Winter aber 12 Monate rechnen, mehrere Paneele vergessen oder den Strompreis zu optimistisch wählen. Messung und Nutzungsmonate reduzieren diese Fehler sichtbar.

Was du mit dem Ergebnis machen kannst

Budget und Heizsaison planen, Laufzeiten und Thermostat-Einstellungen überdenken, mit dem Heizlüfter- oder Stromverbrauchsrechner kombinieren und bei hohen Werten den Stromtarif prüfen. Für verbindliche Entscheidungen bleiben Anbieter und Fachbetriebe maßgeblich.

Typische Kostenfallen

Dauer-Vollast statt Thermostat

Mit 100 % Taktung rechnen, obwohl der Raumregler ständig abschaltet, verfälscht die Jahreskosten nach oben oder unten. Ohne Messung ist die Taktung der wichtigste Korrekturfaktor.

Ganzjährig rechnen, obwohl nur Winter geheizt wird

Wenn die Infrarotheizung nur in der Heizsaison läuft, sollten die Nutzungsmonate pro Jahr im Expertenmodus reduziert werden – sonst wirkt der Jahreswert zu hoch.

Mehrere Paneele oder Zonen vergessen

Zwei oder drei gleiche Module verdoppeln oder verdreifachen Leistung und Kosten. Das wird schnell übersehen, wenn nur ein Paneel im Kopf ist.

Nur die Wärmewahrnehmung, nicht die kWh

Infrarot kann angenehm wirken, ohne dass der Strombedarf automatisch niedriger ist. Für Kosten zählen weiterhin gemessene oder geschätzte kWh.

Strompreis zu niedrig angesetzt

Einige Cent pro kWh Unterschied summieren sich bei vielen Stunden Heizbetrieb über die Saison spürbar.

Wann lohnt sich eine genauere Messung?

Besonders bei mehreren Paneele, längerer täglicher Laufzeit oder wenn die Schätzung überrascht: ein Strommessgerät über eine typische Januar-Woche zeigt reale kWh und kalibriert Taktung und Nutzungsmonate deutlich besser als Pauschalwatt.

Infrarotheizung-Stromkosten sinnvoll prüfen

  • Nennleistung je Paneel am Typenschild notieren und ggf. summieren
  • tägliche Einschaltzeit realistisch schätzen (Morgen/Abend, Homeoffice)
  • Thermostat vorhanden: Taktung im Expertenmodus setzen oder messen
  • Nutzungsmonate pro Jahr an die echte Heizsaison anpassen
  • Standby nur eintragen, wenn Gerät dauerhaft eingesteckt bleibt
  • Strompreis aus dem Tarif verwenden
  • bei hohen Werten Szenarien und optional Vergleichsgerät prüfen

Beispielprofile

Klicke auf ein Profil, um typische Werte direkt in den Rechner zu übernehmen.

Bad-Zuheizen

Ein kleines Paneel, wenige Stunden täglich.

Wohnbereich Heizsaison

Mittleres Paneel, längere Abende, 6 Monate genutzt.

Zwei Paneele

Zwei gleiche Module parallel.

Gemessener Monatsverbrauch

Wenn dein Messgerät z. B. 95 kWh im Januar zeigt.

Beispiel: Stromkosten Infrarotheizung (Orientierung, 0,35 €/kWh, 25 Tage/Monat)

Leistung Laufzeit & Taktung ca. kWh/Monat ca. €/Monat
400 W 2 h/Tag, 85 % Takt ca. 17 ca. 5,95 €
800 W 5 h/Tag, 75 % Takt ca. 75 ca. 26,25 €
1.200 W 6 h/Tag, 65 % Takt ca. 117 ca. 40,95 €
2 × 600 W 6 h/Tag, 70 % Takt ca. 126 ca. 44,10 €

Praktische Hinweise

  • Nutzungsmonate im Expertenmodus auf die echte Heizsaison setzen (z. B. 5–7 Monate), wenn du nicht ganzjährig heizt.
  • Taktung realistisch wählen: gute Thermostate reduzieren die mittlere Leistung deutlich gegenüber Dauer-Vollast.
  • Steckdosenthermostat oder Zeitschaltung prüfen, wenn das Gerät es zulässt – unnötige Nachtstunden vermeiden.
  • Mehrere Paneele im selben Stromkreis: Gesamtleistung und Absicherung im Blick behalten.
  • Strommessgerät: eine typische Woche messen kalibriert die Schätzung oft besser als reine Watt-Annahmen.
  • Infrarot ersetzt keine Gebäudehülle: Dämmung und Zentralheizung bleiben wirtschaftlich zentral.

Häufige Fragen

Was berechnet der Infrarotheizung-Stromkosten-Rechner?

Eine nachvollziehbare Schätzung der Stromkosten aus Nennleistung, Laufzeit, Nutzungstagen, Strompreis und Anzahl der Geräte – optional präziser im Expertenmodus mit Taktung, Standby, Messwerten und Nutzungsmonaten.

Warum gibt es Schnell- und Expertenmodus?

Der Schnellmodus liefert sofort eine grobe Orientierung. Der Expertenmodus ergänzt Faktoren wie Thermostat-Taktung, Standby, Wochenende, Heizsaison (Monate pro Jahr), Preissteigerung und Vergleichsgerät.

Wie genau ist das Ergebnis?

Es bleibt eine Schätzung. Isolation, Raumgröße, Solltemperatur und parallele Zentralheizung beeinflussen die reale Laufzeit. Messwerte in kWh pro Tag, Woche oder Monat sind am genauesten.

Welche Angaben sind besonders wichtig?

Meist sind tägliche Laufzeit und mittlere Auslastung (Taktung) der größte Hebel – gefolgt von Anzahl der Module, Nutzungsmonaten und Strompreis.

Warum werden drei Szenarien angezeigt?

Sie zeigen, wie stark sich Kosten ändern, wenn die Laufzeit sparsamer (50 %), wie eingetragen oder intensiver (150 %) ausfällt – bei gleichem Strompreis.

Ist Infrarot automatisch günstiger als ein Heizlüfter?

Nicht zwingend. Entscheidend sind weiterhin elektrische Leistung und effektive Einschaltzeit. Ein Vergleichsgerät im Expertenmodus hilft, zwei Leistungsniveaus grob gegenüberzustellen.

Kann ich das Ergebnis als Angebot verwenden?

Nein. Es ist eine unverbindliche Orientierung ohne Gewähr für Tarife, Netzentgelte oder dein konkretes Setup.