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Warum Notstrombedarf priorisiert werden muss
Bei Stromausfall ist nicht jedes Gerät gleich wichtig. Komfortgeräte verbrauchen oft viel Energie, während Licht, Kommunikation und Kühlung mit weniger Leistung auskommen. Der Rechner hilft, die wichtigsten Verbraucher zu priorisieren und keine Akkukapazität an unwichtige Geräte zu verschwenden.
Powerstation richtig dimensionieren
Die Nennkapazität einer Powerstation ist nicht vollständig nutzbar. Wechselrichterverluste, Akkuschutz und Reserve reduzieren die praktische Laufzeit. Deshalb berechnet der Rechner nicht nur den Bedarf, sondern auch die nutzbare Kapazität.
Anlaufstrom und 230V-Verluste beachten
Einige Geräte benötigen beim Start kurz mehr Leistung als im Dauerbetrieb. Kühlschrank, Pumpen oder Motoren können dadurch eine Powerstation überfordern, obwohl die Dauerleistung niedrig wirkt. Der Expertenmodus enthält dafür einen Puffer.
Notstrom ist keine Elektroplanung
Der Rechner liefert Orientierung für Verbrauch und Laufzeit. Feste Einspeisung, Generatorbetrieb, Heizungsanschluss oder medizinische Geräte müssen fachlich und sicher geprüft werden. Improvisierte Lösungen können gefährlich sein.
So planst du realistisch
Lege zuerst fest, welche Geräte wirklich laufen müssen. Rechne dann ein Minimal- und ein Komfortszenario. Wenn du Solar-Nachladung einplanst, setze den Ertrag konservativ an, denn Wetter und Jahreszeit können stark abweichen.
Typische Kostenfallen
Zu klein dimensioniert
Lieber etwas größer planen – Spitzenlasten werden oft unterschätzt.
Wechselrichter vergessen
Speicher + Wechselrichter zusammen kaufen oder als Powerstation.
Billige Akkus
No-Name-Akkus können gefährlich sein – auf Qualität achten.
Checkliste
- wichtige Verbraucher auflisten
- Leistung und Laufzeit erfassen
- Reserve festlegen
- Anlaufstrom prüfen
- nutzbare Akkukapazität eintragen
- Minimal- und Komfortszenario vergleichen
Beispielprofile
Klicke auf ein Profil, um typische Werte direkt in den Rechner zu übernehmen.
Sparsam
Sparsam beziehungsweise konservativ: niedrige Zusatzkosten, realistische Reserve, keine optimistischen Extremwerte.
Realistisch
Realistisch: typische Nutzung mit mittleren Kostenannahmen.
Intensiv
Intensiv beziehungsweise kritisch: höhere Preise, Zusatzkosten, Puffer und ungünstige Nutzung.
Praktische Hinweise
- Nur die wichtigsten Verbraucher planen: Kühlschrank, Licht, Kommunikation.
- Powerstations (500–2000 Wh) reichen für 4–8 Stunden Grundversorgung.
- LiFePO4-Batterien sind sicherer und langlebiger als Li-Ion.
- Für längere Ausfälle: Solarpanel zum Nachladen bereithalten.
Häufige Fragen
Wie viel kWh brauche ich für einen Stromausfall?
Für 8 Stunden Grundversorgung (Kühlschrank, Licht, Router): ca. 1–2 kWh.
Was kostet ein Notstromspeicher?
Powerstations: 300–1500 EUR, große Speicher: 2000–10000 EUR.
Wie lange hält eine Powerstation?
Eine 1 kWh-Powerstation versorgt Grundgeräte ca. 4–8 Stunden.