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Warum Inselanlagen konservativ geplant werden sollten
Eine Inselanlage hat keinen ständigen Netzanschluss. Wenn Akku oder Solarpanel zu klein sind, fällt die Versorgung aus. Darum ist konservatives Rechnen wichtiger als ein optimistischer Sommertag. Der Rechner berücksichtigt Reserve, Verluste und schlechtere Ertragsphasen.
Tagesverbrauch als wichtigste Grundlage
Jede Lampe, Pumpe, Ladegerät oder jeder Wechselrichter trägt zum Tagesbedarf bei. Wenn Verbraucher vergessen werden, wird die Anlage zu klein geplant. Deshalb sollte der Tagesverbrauch möglichst vollständig erfasst werden.
Akku nicht vollständig verplanen
Akkus haben eine Nennkapazität, aber praktisch ist nicht alles nutzbar. Entladetiefe, Schutzreserve und Alterung reduzieren die verfügbare Energie. Der Rechner verwendet deshalb einen nutzbaren Anteil statt der reinen Herstellerangabe.
Solarertrag hängt stark von Jahreszeit und Schatten ab
Ein Panel liefert nicht jeden Tag den Nennwert. Schatten, flacher Sonnenstand, Wolken und Ausrichtung können den Ertrag deutlich reduzieren. Besonders bei ganzjähriger Nutzung muss der Winterfaktor berücksichtigt werden.
Wann Fachplanung notwendig wird
Kleine 12V- oder Powerstation-Lösungen lassen sich grob abschätzen. Bei festen 230V-Installationen, großen Akkus, Gebäudetechnik oder sicherheitsrelevanten Verbrauchern ist Fachplanung notwendig.
Typische Kostenfallen
Zu klein dimensioniert
Im Winter kann die Sonne tagelang fehlen – großzügig planen.
Blei-Akkus tiefentladen
Bleiakkus nur bis 50 % entladen – verkürzt sonst die Lebensdauer stark.
Kabelquerschnitt
Bei 12V-Systemen große Querschnitte nötig – sonst hohe Verluste.
Checkliste
- Verbraucher vollständig auflisten
- Tagesbedarf berechnen
- Autarkietage festlegen
- Akku nutzbar rechnen
- Schatten und Winter konservativ wählen
- Reserve einplanen
Beispielprofile
Klicke auf ein Profil, um typische Werte direkt in den Rechner zu übernehmen.
Sparsam
Sparsam beziehungsweise konservativ: niedrige Zusatzkosten, realistische Reserve, keine optimistischen Extremwerte.
Realistisch
Realistisch: typische Nutzung mit mittleren Kostenannahmen.
Intensiv
Intensiv beziehungsweise kritisch: höhere Preise, Zusatzkosten, Puffer und ungünstige Nutzung.
Praktische Hinweise
- LiFePO4-Batterien sind sicherer und langlebiger als Blei.
- Im Winter großzügig dimensionieren – wenig Sonne, hoher Verbrauch.
- 48V-System ist effizienter als 12V bei größeren Anlagen.
- MPPT-Laderegler holen 10–30 % mehr aus den Modulen.
Häufige Fragen
Wie groß muss eine Inselanlage sein?
Für 5 kWh/Tag: ca. 2 kWp PV und 15–20 kWh Speicher.
Was kostet eine Inselanlage?
Kleine Systeme ab 1000 EUR, größere 5000–20000 EUR.
LiFePO4 oder Blei?
LiFePO4 ist teurer, aber langlebiger (10–15 Jahre vs. 3–5 Jahre).